Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen eher wenig verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es sie und mich vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und versuchen sie nicht es auszudrucken.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Hamburg 2010: Die große Freiheit… ver(w)irrt!

7. Februar 2010

educamp_leitbegriffDas Educamp 2010 in Hamburg ist vorbei, mein Kopf voll mit sich widersprechender Information. Sowas habe ich lange nicht mehr erlebt, das mich eine Veranstaltung derart verwirrt hat. Bislang hatte ich die Educamps immer aus sicherer Ferne beobachtet und mich gefragt, was dort eigentlich passiert. Was das Ergebnis wohl für den Einzelnen ist, hab ich mich dabei oft gefragt.

Erwartungen
Ich meine, ich habe ähnliche Formate und Veranstaltungen schon häufig besucht, aber halt noch kein Educamp. Ich dachte mir hinfahren und selbst angucken ist der beste Weg rauszufinden was dort passiert. Jetzt habe ich eine Menge Eindrücke im Kopf, und ein merkwürdiges Gefühl und ich bin verwirrt.

Das es kein GeekCamp sein würde, das war mir vorher klar, aber, ich dachte schon, dass die Leute die dort hingehen, sowas wie ein gemeinsames Verständnis haben von dem Ding mit dem sie sich da beschäftigen. “Edu” dachte ich, das heißt, die sind sich zumindest über den Begriff “Bildung” einigermaßen einig.

Rückblick
Allerdings hat mich dann doch die schiere Anzahl an Statements und Projektionen zum und auf den Begriff Bildung schlichtweg erschlagen. Sorry, Leute da komme ich absolut nicht mehr mit, was ihr da alles unter dem EINEN Begriff verankert sehen wollt. Ich hatte den Eindruck, Begriffe wie “Schule”, “Management”, “Finanzierung”, “Ausbildung”, “Lernen”, “Informelles Lernen”, “Wissen”, “Informieren”, “Kommunizieren”, “Kultur”, “Hochschule”, “Grundschule”, “Didaktik” und “Pädagogik” wurden teilweise wahllos durcheinandergewürfelt.

Organisation & Technik
Die Organisation fand ich prima. Die Beamer haben alle funktioniert, das WLAN ging wenn es gebraucht wurde für mind. 2h (und wenn nicht hab ich zumindest immer mein 3G in der Tasche gehabt). Die Infotheke hätte ich persönlich einem deutlich optisch ansprechenderem “Branding” (mit mehr “EduCamp-Logo”) unterzogen, aber das ist ja Geschmackssache. Die Belegung des Sessiongrids hätte ich persönlich in der LoTec-Variante (auf Papier) durchgeführt (auch zur Abstimmung), oder aber richtig HiTec (sprich Wiki für alle dezentral zu befüllen). So war die Vorstellung von Sessionideen eher eine Art Ritual ohne Wirkung mit dem Ergebnis First-Come-First-Serve. Meinen Strombedarf hab ich etwas gezügelt, da die Anzahl der Quellen für Energie doch überschaubar war. Ich sag dazu nur: “Kabelsalat ist gesund!”

Lernraum
Die Räumlichkeiten haben mich jetzt nicht wirklich zum Lernen eingeladen. So ein Stuhlkreis um eine Tafel…? Hey, Leute: “Walk your Talk!” sag ich da, lebt doch bitte mal, was ihr fordert. Wer e-Portfolios, Smartboards, Laptopklassen, Mobile Campus, oder schlicht Revolution im Lehrraum usw. fordert, der sollte doch die eigenen Sessions oder zumindest einen Raum exemplarisch möglichst mal volle Kanne damit ausrüsten. Das fängt mit flächendeckender Stromversorgung für jeden Stuhl der im Raum steht an und hört bei der Umgestaltung des restlichen Raumes noch nicht auf. Stattdessen war da oft nicht mehr als Frontalvortrag mit “Hand hoch bitte, zum Wortmelden” als Lernerfahrung abzugreifen. Woohooo, das trieft ja vor Innovation!

Ja, ich weiß wirklich nicht, was ich von meinen Eindrücken machen soll. Ich glaube ich warte mal ‘ne Woche und was ich dann nicht vergessen hab, das muss mir wichtig gewesen sein und das blogge ich dann nochmal. :-D

Bis dahin ein schönes restliches Wochenende allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des #ec10hh.

Update 7.2.2010
Eine Idee hätte ich für das nächste EduCamp: Einen Raum so umgestalten, dass man sich an einem führenden Vorbild in Bildungsfragen orientiert. Zum Beispiel den Lehrraum einer so oft zitierten finnischen Schule oder Hochschule mal nachbilden und ausprobieren.

Weiteres Update (gleicher Tag)
So langsam trudeln einige Blognachbetrachtungen ein. Ich mach mal eine Liste hier auf:

Fotos und optische Impressionen
Hier ein paar Fotos vom EduCamp gesammelt von klisch.
Fotos von Ralf Appelt.

HINWEIS
Weitere Beiträge zur Nachlese des Camps hat Ralf in der mixxt-Plattform erbeten.

Jetzt selbst einen Nachlesebeitrag spenden…

Why do I blog this? Ich frage mich wirklich grade was hat mir das EduCamp gebracht. Und da ist zuallererst diese unglaubliche Verwirrung durch die Begriffe. Sowas hab ich wirklich noch nicht erlebt. Dass die Leute bei so viel Freiheit in der Nutzung der Worte dann zwangsweise aneinander vorbeireden müssen liegt da schon fast auf der Hand. Ich denke, hier bieten sich mannigfaltige Chancen auf dem nächsten Camp mal eine Begriffsklärung herbeizuführen für Kernbegriffe.

EduCamp 2010… Countdown…3…2…1.

5. Februar 2010

educamp_10hh

Hier geht’s zum EduCamp über diverse Links die im Lauf des Tages noch ergänzt werden… eigener TV-Kanal “EduCamp TV Live Stream” folgt dann später hier


Quelle: Das Original Twitter Search Widget.

Sessionmaterial
Anleitung zum Kobito Dispatching – Material (als PDF)

Update 5.2.2010
Die Zeit rast auf 1700 Uhr zu, das offizielle Sessionende rückt näher und ein erstes Zwischenfazit für das Educamp ist für mich: Lernen und der Lernende wird viel weniger in den Fokus genommen, als ich es von einem Educamp erwartet hätte. Vermutlich auch, weil die Lernenden kaum mit von der Partie sind beim EduCamp. Ich habe wahnsinnig viel über zentrale Lösungsansätze gehört. Ich hab wirklich sowas von unterschiedliche Auffassungen kennengelernt, was Menschen meinen, welche Aufgabe Bildung hat. Ich bin tatsächlich sogar ein wenig erschüttert, WIE stark unterschiedlich die Auffassungen sind, was die Teilnehmer hier als Aufgaben der Bildung sehen; mich nehme ich da explizit nicht aus!

Ich habe in den Sessions in denen ich anwesend war versucht mich einzubringen und auch provokativ zu sein. Ich bin mir eigentlich sicher, dass ich damit teilweise ganz schön angeeckt sein muss. Aber wenn man z.B. die Aufgabe von Bildung reduziert auf “Produktion von Humankapital als Wissensarbeiter der Zukunft” entgegengeschleudert bekommt, ohlala, dann muss ich da provokativ nachfragen.

Ich hoffe ich konnte das Camp heute durch meinen Beitrag bereichern. Bei meiner Zielgruppeneinschätzung lag ich vermutlich nicht wahnsinnig falsch. Die 45-minütigen Zeitlimits für die Sessions sind allerdings auch hier – wie in der Schule – der Lernkiller Nummer 1 für “deep learning” wenn man das mal so sagen will. Dennoch, durch ein wenig High Speed Time Travelling sind wir grade noch rechtzeitig aus der Zukunft zurückgekehrt, bevor die Zeit in der Gegenwart ablief für die Session.

Merkwürdigerweise habe ich mich in der “Community” doch eher als eine Art Aussenseiter gefühlt. Warum weiß ich eigentlich noch gar nicht so genau… na ja, gleich gehts ins Abendprogramm. Dann beginnt ja eigentlich erst das “richtige” Netzwerken. :-D

Wie Netzwerke das Lernen und Arbeiten verändern

1. Februar 2010

vhs_offer
Ein Veranstaltungshinweis für diese Woche: “So viel Vernetzung war nie: Wie Netzwerke das Lernen und Arbeiten verändern”.

Kommenden Donnerstag gibt es eine Veranstaltung bei der Bremer Volkshochschule zum Rahmenschwerpunkt des kommenden vhs-Semesters. Gegenstand der Veranstaltung werden einige spannende Fragen sein:

Fragen wie: Welche Communities bilden sich in den social networks des Internets? Was unterscheidet Netzwerke der Generation online, die mit dem Internet aufgewachsen ist, von traditionellen Netzwerkern zum Beispiel in der Freiwilligenarbeit? Welche Lerngemeinschaften etablieren sich im second life? Wie kann Weiterbildung Menschen für das Handeln in Netzwerken kompetent machen?

Ich besuche diese Veranstaltung auf Einladung der vhs erstmals und werde versuchen als Podiumsteilnehmer einen Blick in die Netzwerkwelt aus meiner Sicht zu ermöglichen, sowie mich den angesprochenen Fragen zu stellen. Ich bin gespannt und freue mich auf rege Diskussion. Freitag Früh gehts dann gleich weiter zum EduCamp nach Hamburg, da findet das Thema dann auch ohne Themensetzung seine praktische Fortsetzung.

Update 4.2.2010
Geplanter Ablauf des Abends:
ablauf_vhs

Update 8.2.2010
Eine Veranstaltung auf der ich den sehr sympathischen Theaterregisseur Patrick Schimanski kennenlernen durfte, der mich auf die T-U-B-E aufmerksam gemacht hat und auf Peter Hacks und die Geschichte vom “Schuhu und der fliegenden Prinzessin”, und eine sehr engagierte Birgit Pfeiffer von der zeitweise Freiwilligen-Agentur Bremen die soweit ich mir das noch merken konnte mit dem Netzwerk aktivoli.de hier im Norden kooperiert.

Geographische Informationssysteme mit freier Software und freien Diensten

31. Januar 2010

Am 26.01.2010 hatte die Gesellschaft für Informatik, Regionalgruppe Bremen Oldenburg eingeladen zu einer Veranstaltung. Prof. Dr.-Ing. Peter Korduan vom Institut für Management ländlicher Räume der Universität Rostock hielt einen Vortrag über “Geographische Informationssysteme mit freier Software und freien Diensten”.

Ich bin in letzter Minute hin zu diesem Vortrag und habe dann ein paar Fotos von den gezeigten Folien aufgenommen, die ich besonders interessant fand (siehe folgende Slideshow) (danke an Horst für den Hinweis auf die Veranstaltung).


Ausgewählte Eindrücke von der Präsentation

Insbesondere die Hinweise auf PostGIS, eine Erweiterung zum ProstgreSQL Server fand ich spannend.

Der Ankündigungstext der mich ansprach, lautete:

Neben den privat frei nutzbaren Kartenviewern und Mashups von Google, Microsoft, Yahoo oder anderen großen Playern im Internet hat sich mit OpenStreetMap eine gänzlich freie Wiki-Weltkarte entwickelt. Es wird versucht ein Vergleich zwischen beiden Welten darzustellen. Des Weiteren soll die Rolle der OSM-Community verständlich gemacht werden, einige OpenSource Initiativen im Geobereich vorgestellt werden und Anwendungen auf der Basis von OSM gezeigt werden.
Dass Freie GIS-Software nicht nur zum ausprobieren ist, zeigen zahlreiche Anwendungen in der Praxis. Am Beispiel eines Internet-GIS für die Kreisverwaltungen von Mecklenburg-Vorpommern soll gezeigt werden, welchen Stellenwert Freie Software mittlerweile gewonnen hat.

Why do I blog this?Leider ist der Vortragende auf Open Street Map dann kaum eingegangen. Das aber hätte mich aber gerade interessiert, weil ich das gerne für das iPhone nutzen möchte. So war ich dennoch ein wenig enttäuscht über den Vortrag der immerhin über 2h ging.