Umzug dieses Blogs!

22. Oktober 2012

Dieser Blog wird ab sofort auf dem Blog meines labs medienbildung|bildungsmedien weitergeführt. Bitte folgen Sie einfach dem Link.

Lernerfolg und Lernmotivation fördern mit E-Assessment?

2. November 2011

…so lautete mein Vortrag am 8. April 2011 an der TU Wien im Rahmen des siebenten E-Learning Tages. In meinem Vortrag beschäftige ich mich insbesondere mit der Frage, wie man E-Assessments (insbes. E-Klausuren) so gestalten kann/sollte, dass die Studierenden dazu motiviert werden, sich tiefgehend mit den Inhalten einer Veranstaltung zu beschäftigen (deep learning) und nicht oberflächlich zu lernen (spurious learning). Die Folien plus Audio können hier heruntergeladen bzw. hier angeschaut werden.

(Die Folien finden sich auch auf Slideshare)

Interessant aus hochschulpolitischer Sicht sicherlich die Audioaufzeichnung der Podiumsdiskussion unter dem Motto “E-Assessment – notwendiges Mittel für höhere Bildungsqualität oder kostenintensive Spielerei?”.

Alles nachzuschauen und -hören auf der Nachlese-Seite der TU Wien.

YouTube – das neue Bildungsfernsehen?

19. Oktober 2011

…lautete eine Präsentation von mir auf der Tagung “Ich glotz YouTube”, veranstaltet vom ServiceBureau Jugendinformation. Insgesamt eine schöne Tagung, leider ist der Pressespiegel nicht mehr im Netz. Das Medienecho war jedenfalls sehr groß. Ich fand mich dann auch gleich im Fernsehen und Radio wieder – für meinen Geschmack war ich da sehr unentspannt, deshalb ging es in der vorlesungsfreien Zeit auch gleich in ein Kameratraining. Meine Präsentation bringt viel neues Material, deshalb hier zum anschauen.

Es gab weiterhin einen sehr interessanten Vortrag von Maren Würfel vom AKJM “Und dann geh’ ich da immer zu YouTube” – Videoplattformen im Medienalltag Jugendlicher.”

JuniorProfessor

19. Oktober 2011

Die nächsten Blogeinträge sind sozusagen im Burstmode entstanden – ich muss hier im Blog mal das letzte ereignisreiche halbe Jahr nachziehen, bevor ich wieder in reguläre Updates übergehe.

Die für mich sicherlich erfreulichste Veränderung deutet sich schon im Beitragstitel aus. Nachdem ich W2-Rufe an die Uni Augsburg (Mediendidaktik, Nachfolge Gabi Reinmann) und die Uni Bremen (Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen, Competitive Tenure Track) erhalten hatte, habe ich mich zum 1. April 2011 nach intensiven Verhandlungen und Gesprächen für die Uni Bremen entschieden. Nochmal recht herzlichen Dank an alle Beteiligten in Augsburg und Bremen.

Smiley (Source: Flickr renaissancechambara/2288556895)

Der große Vorteil der Verstetigung liegt für mich darin, nicht immer bei jeder Vorstellung auf die Vorläufigkeit der Professur hinweisen zu müssen und auch mal zu wissen, dass man das, was man liebt, auch dauerhaft tun darf. So kann ich nun mal neben den projektbasierten 1 bis 3 Jahreszyklen längerfristige Forschungsrichtungen etablieren, was ich in einem ausführlicheren Beitrag noch detailliert beschreiben werde.

In die Entscheidungsphase fiel auch das EduCamp Bremen, über das ich schon berichtet und reflektiert habe, sowie die internationale Tagung Mobile learning: Crossing boundaries in convergent environments, die meine Arbeitsgruppe unter Leitung von Klaus Rummler zusammen mit der London Mobile Learning Group sowie dem ITB in der Jugendherberge Bremen ausgerichtet und durchgeführt haben. Im Rahmen der Tagung habe ich ein MirandaMod zum Thema Mobile Learning durchgeführt. Ein MirandaMod ist eine Art Unconference-Format, nicht unähnlich einer Veranstaltung auf einem EduCamp – Streaming in’s Netz, Chat-Channel für externe Teilnehmer/innen, Live Doku im Wiki. Online war es schlecht besucht, im Workshopraum hatten wir viel Spaß. Hier die Folien meiner Einführung, danach haben wir Erklärvideos gedreht, z.B. zum Thema “Wie funktioniert ein Gruppenpuzzel’?”.

Educamp Bremen: Gelungenes perpetual de-establishment?

29. März 2011

Vom 19. und 20. März hat meine Arbeitsgruppe unter der bewährten Leitung von Thomas Bernhardt das Educamp Bremen durchgeführt. Im Netz gibt es bereits zahlreiche Kommentare und Reflektionen zu finden. Da ich im kürzlich erschienenen Buch Offene Bildungsinitiativen eine Metareflektion geschrieben habe, möchte ich hier eine kurze Reflektion anschließen.

Seit der Renovierung der GW2 Cafete (siehe Bild) vor zwei Jahren war uns (Thomas und mir) klar, dass wir hier unbedingt ein Educamp durchführen müssten, welches die Wurzeln eines “Bar”campformates ausloten sollte (siehe auch das Interview mit Christian Spannagel auf der Bildungsexpedition). Das Thema Lernräume war also nahezu zwangsläufig gegeben, zumal ich vorher auf der Bremer Elene Tagung bereits viele internationale Beispiele für gelungene universitäre Lernräume gegeben hatte. Ein interessantes Experiment war für uns, ob ein offener Veranstaltungsraum mit der hohen Teilnehmerzahl eines Educamps (ca. 160 TN) funktionieren würde. “Ur-Barcamps” oder auch “Pow Wows” waren ursprünglich viel kleinere Veranstaltungen. Da die GW2 Cafete der Uni Bremen tagsüber aber komplett gefüllt ist und es an allen Tischen in kleinen Lerngruppen “brummt”, hatten wir da eigentlich keine Zweifel. Die Idee war, die einzelnen Sessions in den verschiedenen Ecken der Cafete durchzuführen und die möbiliaren Konfigurationen (Rundtische, Sofas, Bänke) für unterschiedliche Sessionformate zu nutzen.

Hier nun zunächst ein paar Bilder, um einen Eindruck zu vermitteln,

Da ich mir eine heftige Bronchitis eingefangen hatte, konnte ich leider nur Freitag und Sonntag dabei sein. Was ich dabei sofort klasse fand, war, das man auch als Spätkommer sich schnell einen guten Überblick über die Sessions holen konnte (vorbeilaufen), auf dem Weg sich schnell noch auf einen Schnack in eine Klönecke zurückziehen konnte, und sich dann einer Session anschloss. Wie so immer bei Änderungen gab es BefürworterInnen und GegnerInnen der neuen “Offenheit”. Das ging soweit, dass sich wieder Wände gewünscht wurden. Hmmm, ich kann verstehen, wenn es manchen ein zu hoher Geräuschpegel war, aber von einer mangelnden Konzentration kann ich nicht wirklich berichten. Ich fand es eher eine angenehme arbeitsame und intensive Atmosphäre in der Cafete. Ich plädiere also weiter für offene Setings.

Nachdem ich eine Metareflektion zum Educamp im Band “Offene Bildungsinitiativen” (Info) geschrieben hatte, war mir natürlich klar, dass wir in Bremen davon einiges umsetzen mussten. Zeit also für die große Reflektion: was konnten wir in Bremen umsetzen?

(a) Avantgarde und non-digitals: die EduCamp Community kann als eine Avantgarde von Bildungsreformkräften verstanden werden, die das Web 2.0 für eine besonders fruchtbare Technologie für die Umsetzung offener Bildungskonzepte halten. Nun ist das EduCamp als Präsenzveranstaltung explizit eingerichtet worden, um auch „non-digitals“ (siehe Konzeptbeschreibung) den Zugang zu diesem Diskurs zu ermöglichen. Hier muss man allerdings konstatieren, dass nicht nur die digitale Kluft bisher nicht aufgelöst wurde. „Non-digital Reformer“ sind bisher nicht in nennenswerter Anzahl in die Veranstaltung eingebunden, auch nicht die eigentlich Betroffenen, insbesondere Schüler/innen.

Umsetzung: ***

Wir hatten in Bremen explizit eine Veranstaltung media@school am Freitag vorgeschaltet, an der Praktiker aus den Schulen ihre Projekte vorstellen sollten und anschließend auf die Edulounge eingeladen waren. Die Hoffnung war, dass so auch einige den Weg auf das reguläre EduCamp finden würden. Dies hat auch in einem gewissen Umfang geklappt, ich konnte einige Kolleginnen und Kollegen als Educamp-First-Timer begrüßen. Allerdings ist vielen das Wochenende doch heiliger als der Educamp-Coregroup. Hier würde ich für eine Art Educamp4locals am Freitag nachdenken. Um an LehrerInnen ranzukommen, müssen die Veranstaltungen übrigens immer als Weiterbildung anerkannt werden, also bitte immer mit den Schulbehörden eine Anerkennung sichern (war z.B. für den media@school Event in Bremen gesichert). Auch wurde der Präsentationsmodus kritisiert – touché! Tatsächlich sollten wir vielleicht zu einer Projektausstellung übergehen bei so einem Event – oder nur von Schüler/innen vortragen lassen… .

(b) Avantgarde, Gegen- und Monokultur: Sind EduCamper nun Vordenker der zukünftigen Bildungsposition oder besetzen sie eine Gegenposition, die nicht in den bildungspolitischen Mainstream übergehen wird? Sicherlich finden sich beide Gruppen im EduCamp, was für dessen Offenheit spricht, zukünftige Flügelkämpfe aber auch nicht ausschließt. Insgesamt besteht jedoch eine Gefahr, eine Art konsensualer Monokultur in Bezug auf Web 2.0 in der Bildung entwickelt zu haben, (…).

Umsetzung: ***(*)

Sicherlich war in Bremen wieder eine recht konsensuale Avantgarde versammelt, als Gegenkultur sind die meisten Educamper jedoch bereits zu tief insbesondere in den universitären Ausbildungsgängen verankert – die Hoffnung besteht also, langsam den Mainstream zu beeinflussen. Auch waren doch viele Educamp-Erstbesucher aus der lokalen Szene vor ort, die auch mal kritisch gegenfragten. Kritisch muss man vielleicht anmerken, das wir in Bremen überhaupt keine Schritte in Richtung Bildungspolitik gemacht haben. Das würde ich mir für das nächste Educamp vornehmen, z.B. in Form eines Kamingespräches mit der Bildungssenatorin.

(c) Das EduCamp ist ein Musikstil: aber welcher? EduPunk wäre die Idee, dass alle einfach mitmachen dürfen, niemand muss um Erlaubnis fragen und man muss auch nicht unbedingt etwas können, sondern mitmachen wollen. EduJazz wäre gemeinsames Improvisieren mit virtuosen Solisten auf der Basis von etablierten Standards, aber auch dem Brechen von Regeln und hohem Innovationscharakter. EduGrunge wäre eine raue Untergrundbewegung, die alternative Bildungskonzepte verfolgt und die ihren Frust über die Kommerzialisierung und Zähmung von E-Learning 2.0 nach außen trägt. EduHipHop könnte die Bewegung der Bildungsferngehaltenen und sozial unterprivilegierten Befreiungspädagogen sein, die durch das innovative Remixen von reformorientierten Bildungsklassikern entweder Kasse, Politik oder Poesie machen. Dies könnte man nun beliebig z.B. mit EduHouse, EduMetal, EduDub, EduMinimal etc. weiterführen. Mit dieser Metapher wollte ich aber vielmehr klar machen, dass das EduCamp noch mehr Positionen gebrauchen könnte, um nicht zu erstarren.

Umsetzung: ***

Tja, ich glaube wir Educamper spielen überwiegend radiotaugliches Material mit ein paar jazzigen Ecken – was sicherlich damit zusammenhängt, dass die Educamper zu großen Teilen professionell Lehrende sind. Echten Edupunk als Frontalangriff auf das formale Bildungssystem sehe ich nicht, ebensowenig andere kritisch-emanzipatorische Positionen. Vielleicht müssten wir tatsächlich mal lokale Educamps vor Ort machen mit den KollegInnen und SchülerInnen einer Brennpunktschule. Oder wir setzen uns ganz in den Hauptstrom und machen eine Onlineshow “Deutschland sucht Lernende und Lehrende 2.0″ (DSL2x2) – wer mag in die Jury?

(d) Wirklich ein BarCamp? Das BarCamp ist – wie auch andere Formen wie z.B. Open Space oder World Café – der Versuch, viele Menschen in einen lebendigen und vernetzten Dialog zu bringen. Dies gelingt dem EduCamp in gewissem Maße auch, die Veranstaltung leidet jedoch zunehmend unter den nicht passenden Lernräumen sowie einer mangelnden Vielfalt von Handlungsformaten. Wenn z.B. in Hamburg Sessions in mehreren Seminarräumen und einem Vorlesungssaal durchgeführt werden, schleichen sich sofort unsere bisherigen Universitätsroutinen wieder ein. Ganz schnell ist man z.B. in einem 1-stündigen Workshop Takt mit klar zugewiesenen Rollen (Moderierende, Teilnehmende). Auch sind Räume mit (geschlossenen) Türen nun wirklich nicht offen. Freie Räume für innovative Handlungsformate fehlen weitgehend. Es handelt sich um ein mittlerweile äußerst schematisches Vorgehen mit wenig Formatalternativen. Hier muss dringend über Veränderungen nachgedacht werden. Warum kein EduHack in der Nacht, Flashmobs als Exkursionsform z.B. in Schulen, spontane Feldforschung, ad-hoc Posterparaden etc. Die angestrebte Offenheit des Handelns und Denkens bedarf m.E. einer noch stärkeren Unterstützung durch Formatinnovationen.

Umsetzung: ****

In Bremen haben wir auf alle Fälle die Räume geöffnet (dazu ein sehr lesenswerter Blogbeitrag von Sebastian Plönges) und weitere Schritte hin zur Formatinnovation betrieben. So wurde z.B. am Freitagabend ein sehr kurzweiliges Google-Quiz durchgeführt mit passender Session am nächsten Tag. Der Übergang zur mobile learning am Sonntag abend erfolgte über ein Geocaching zum Veranstaltungsort in der Innenstadt. Speeddating gab es. Runde Tische zum Diskutieren. Hoffentlich werden auch die nächsten Educamps einige frische Ideen präsentieren.

(e) Warum so flüchtig? Probleme einer strukturierten Dokumentation. Da kommt nun die E-Learning 2.0 Avantgarde in einem BarCamp zusammen, es gibt eine Twitterwall, Blogberichte und –reflektionen sowie aufgezeichnete Livestreams. Möchte man sich aber genauer mit einem Thema beschäftigen, so findet sich häufig nur Fragmentarisches. Nun kann man mit der Stream-Metapher argumentieren, dass alles im Informationsfluss vorübergetrieben ist und – wenn es denn wichtig genug ist – sich wieder erneut im Strom finden wird. Dennoch empfinde ich die Anbindung an bereits diskutiertes und die Dokumentation dessen, was auf einem EduCamp (welches ja im Endeffekt ein Präsenzknoten virtueller Diskussionsstränge ist) geschieht und entwickelt wird, für nicht ausreichend.

Umsetzung: ****(*)

Das Beste zuletzt :) Auf diesem Educamp hatten wir – neben der tollen Berichterstattung auf der Mixxt-Matrix sogenannte Videoreporter eingesetzt, die per Flipcam die SessionorganisatorInnen nach jeder Session abgefangen und ein Videokurzstatement eingefangen haben. Diese Kurzinterviews sowie (doch zumeist recht überschaubare) schriftliche Dokumentation wurden dann auf Mixxt in der Matrix zusammengetragen. Jetzt gilt es “nur” noch, die Diskussionen über das Educamp weiterzuführen. Ich hoffe, dass die Dokumentation dabei weiterhelfen wird.

Vielen Dank nochmal an das ganze Team sowie die Sponsoren, die ein wirklich tolles Educamp in Bremen möglich gemacht haben.

EduCamp in Bremen 19. und 20. März – bereits 60 Anmeldungen!

17. Januar 2011

EduCamp HB Logo

Organisiert von Thomas findet das EduCamp am 19. und 20. März 2011 hier bei unserer Arbeitsgruppe an der Universität Bremen statt. Besonders spannend diesmal: unsere Auswahl des Veranstaltungsortes – die GW2 Cafete, mehr BARCamp geht nicht meiner Meinung, ohne unproduktiv zu werden (siehe folgendes Bild):

GW2 Cafete an der Universität Bremen

Was ist ein EduCamp?

Die Idee des EduCamp basiert auf dem Prinzip des BarCamps, also einer weitgehend selbstorganisierenden „Mitmach-Konferenz” (Franz Patzig). Im Gegensatz zu traditionellen Konferenzen werden die konkreten Inhalte dieser auch als Unkonferenz bezeichneten Veranstaltung nicht von den Organisatoren bestimmt, sondern von den Teilnehmern vor Ort selber ausgestaltet.

Den Schwerpunkt der EduCamps bilden zumeist medienpädagogische Fragestellungen, aber auch generell die Formen und Methoden des Lehren und Lernens. Die Inhalte konzentrieren sich hierbei meist auf den Einsatz von Medien im Bildungskontext und dies sowohl an Schulen und Hochschulen als auch im Unternehmensumfeld.

Ziel eines solchen Events ist es, Menschen zusammenzubringen, die in den verschiedenen Bildungsbranchen beschäftigt sind und sich mit innovativen Formen, Formaten, Technologien, Strategien etc. des mediengestützten Lernens auseinandersetzen, um sich so über dessen Zukunft austauschen zu können. Zu diesen Personen zählen Experten und Lehrende im Schul- und Hochschulbereich, Vertreter von Unternehmen und Agenturen, sowie interessierte Schüler und Studierende.

CfP Academic MindTrek 2011

17. Januar 2011

Und hier der diesjährige Call für meine Lieblingstagung in Finnland:

Athletic Interfaces @MindTrek

Academic MindTrek 2011

Call for Papers, Posters, Tutorials, Demos, and Workshops
28th-30th September, 2011
Tampere, Finland
Mehr Info unter http://www.mindtrek.org/2011/academic

Academic MindTrek brings together a cross-disciplinary crowd of people to investigate current and
emerging topics of media in the ubiquitous arena. Among the media to be discussed, will be
business, social, technical and content-related topics:

  • Social Media
  • Ambient and Ubiquitous Media
  • Digital Games
  • Open Source
  • Media Business, Media Production and Media Management