google
yahoo
bing

Educamp - Nachdenken zu Rolf Schulmeisters Nachdenklichem zu Web 2.0 im Hochschulunterricht

6. Februar 2010

Rolf Schulmeister wird auf dem Hamburger EduCamp am Samstag diskutieren - und es geht um das Thema Web 2.0 als Bildungsraum. Dazu hat RS 14 Thesen vorab veröffentlicht, die ich hier etwas diskutieren möchte. In bewährter Weise greift RS dabei auf seine sehr lesenswerte Generalabrechnung mit den Adepten der Net Generation zurück (Link). Zunächst äußert er Verständnis über die

Begeisterung über die neuen partizipativen Umgebungen im Internet (…). Die Anwendungen und Methoden, die als Web 2.0 bezeichnet werden (O‘Reilly 2005), machen aus dem World Wide Web etwas deutlich Anderes als die Vorgängerversion zwischen 1993 und 2001, die neben Kommunikation im Wesentlichen nur Informationssuche und Informationsdarstellung kannte und damit dem Nutzer nur die Rezeption von Inhalten ermöglichte. Web 2.0 bietet durch Feedback-Methoden echte Chancen für zeitnahe Kommunikation, Austausch von Inhalten und interaktive Kollaboration. Rückkopplung ist das Grundelement des Mitmach-Netzes. In Wikis, Weblogs und Social Communities steckt gesellschaftlich und persönlich ungeheures Potenzial für sinnhaftes Handeln und – wie am Einsatz von Twitter in politischen Aktionen zu erkennen – für relevante politische Veränderungen.

Wirklich? Nicht nur ich habe 1994 Berufsschüler/innen mit Netscape 0.94 Inhalte erstellen lassen (Link). BBS gab es doch auch schon mit den ersten Telefonmodems. Web 2.0 ist für mich vor allem: Mainstream Medien und Menschen nehmen das Internet als Kommunikations-/Kooperations-/Kollaborationsmedium war PLUS kritische Benutzerzahl ist erreicht. Das ist natürlich ein Wendepunkt in der Mediennutzungsgeschichte. Aber weniger durch einen besonderen Schritt der Technik erzeugt als ein Mediatisierungs-Phänomen.

Rolf Schulmeister stellt einige Thesen in den Raum:

1. Umfragen unter Jugendlichen und Studierenden (E-Dossier #06 2009; Schulmeister 2009) zeigen, dass von den Applikationen im Web 2.0 nur Social Communities und Wikipedia in nennenswer tem Maße genutzt werden. Methoden, die für das Lernen interessant sind wie Weblogs, Wikis und Portfolios werden kaum genutzt. Bei Jugendlichen steht das Identitätsmanagement im Vordergrund (Buckingham 2008; Schmidt, Hasebrink u.a. 2009), bei Studierenden die Kommunikation und auch die Unterhaltung (Schulmeister 2010).
2. Kommunikationsmethoden wie Email, IM, SMS, Besuche auf Websites für Freizeitaktivitäten, Sport, Musik, Film und Shopping, die nicht zu Web 2.0 zählen, sowie Social Communities werden von fast allen genutzt. Sie dienen der Kommunikation und dem Beziehungsmanagement in der Freizeit. Wikis und Weblogs werden überwiegend rezeptiv genutzt und nur von wenigen produktiv. Die Annahme, alle könnten, wenn sie nur wollten, alle wollten, wenn sie nur wüssten, scheint nicht zu stimmen (Reinmann 2008). Erstens können nicht alle und zweitens wollen nicht alle. Es ist nicht zu erwarten, dass alle Menschen, die eine Innovation rezeptiv nutzen, sie auch aktiv nutzen werden. Aktiv produzierende Mitglieder der Internet-Gemeinschaft werden immer eine Minderheit bleiben. Dafür verantwortlich sind soziale und kulturelle Faktoren, aber auch psychogene Faktoren der Lernsituation, die sich auf Kognition, Motivation und Angst1 auswirken.

D’accord. Meine Erfahrung bei der Befragung von Lehrerinnen und Lehrern: Internet-Nutzung? Natürlich! Email, Ebay, Reisen planen und buchen, mit den ausgeflogenen Kindern skypen. In der Schule: zumeist Fehlanzeige. Es bringt für sie keinen erkennbaren Nutzen bzw. Mehrwert. Also eine ähnliche Geschichte wie bei den Schülerinnen und Schülern. Inhalte erstellen ist aufwändig - vorher haben auch nur die wenigsten dediziert eigene Lernjournale geführt. Da sollten wir nachforschen, ob es nicht doch zu einer Verbesserung der Situation geführt hat. Auch kann man sicherlich nicht überall aktiv sein: wenn ich auf Wikipedia aktiv bin, habe ich nicht mehr viel Zeit, noch Blogs zu führen… Oder gibt es nur Aktive und Nicht-Aktive und nichts dazwischen?

3. Es kann daher nicht verwundern, dass ein Transfer der Internet-Methoden von den Freizeitaktivitäten auf das Lernen in Schule und Hochschule nicht stattfindet. Es ist völlig selbstverständlich und vorrangig, dass Jugendliche in Absetzung von den Eltern eine eigene Identität finden und ausprägen müssen, dass sie diese in anderen Vorbildern suchen (Künstler, Sportler, Mode) und in eigenen Freizeitaktivitäten. Der erste Blick des Forschers muss den Interessen und Motiven der Nutzer gelten, denn die Faszination der Jugendlichen für die neuen Funktionalitäten verführt den Beobachter nur allzu schnell, allein in technischen Begriffen zu denken. Es ist nicht das erste Mal in der Technikgeschichte, dass uns deutlich vor Augen geführt wird, dass wir von den technischen Eigenschaften nicht kausal auf die Nutzung schließen dürfen. Die tatsächliche oder potenzielle Nutzung, einschließlich des Missbrauchs der stets ambivalent einsetzbaren Technik, geht nicht auf die technischen Eigenschaften zurück, sondern auf soziale und individuelle Motive im kulturellen Kontext. Nicht die Technik determiniert die Nutzung, sondern die gesellschaftlichen Szenarien und kulturellen Praktiken beeinflussen die Art der Nutzung (Buckingham 2008; Jenkins 2006a).

Wer will schon in schülerVZ als Streber auftreten? Trotzdem: Schüler/innen mit höheren Lernstrategieausprägungen nutzen auch Web 2.0 mehr zum Lernen (Publikation in Vorbereitung).

4. Die partizipativen Umgebungen werden von proaktiven Nutzern für den Diskurs oder die gemeinsame Produktion von medialen und sprachlichen Objekten genutzt, immer mit Blick auf die Öffentlichkeit. Jenkins (2008) spricht daher zu Recht von einer „Partizipationskultur“. Der Austausch von Informationen und Meinungen und die Kooperation sind das Besondere und Attraktive an diesen Methoden. Aber der Begriff Partizipationskultur kennzeichnet auch eine Beschränkung, denn Partizipation kann nicht verordnet werden, sie ist freiwillig, zur Partizipation kann nur aufgerufen werden.

Partizipation bedarf im Netz auch “Medienliteralität 2.0″ - Literalität als Partizipationsvorausbedingung. Die ist aber überhaupt nicht vorhanden, siehe…

7. Aber auch im Blick auf das Informationsmanagement, dies haben Forschungen zur digital literacy gezeigt (Ciber 2007; Fink 2008; Heinze (2008); Heinze, Fink & Wolf (2009); Livingston, Bobre u.a. 2005; Ofcom 2006; UK Children Go Online 2005), sind bei den Studierenden nicht Fähigkeiten entstanden, wie Schule und Hochschule sie erwarten müssen. Solche Fähigkeiten entstehen nicht von selbst, sie erwirbt mann anscheinend nicht inzidentell oder implizit durch Surfen. Lehrer, Dozenten und Hochschullehrer erhalten damit eine wichtige Aufgabe. Sie sollten ihre Studierenden in die sinnvolle Nutzung der neuen Lern- und Arbeitsmethoden einführen und für einen bedeutungsvollen Gebrauch motivieren.

Genau. Liebe Bildungspolitiker_innen: Medienbildung ist unverzichtbar und für die Zukunft WICHTIG!

8. Das Lernen von Wissenschaft ist – auch aus der Sicht der Institution – etwas Anderes als informelles Lernen in virtuellen Gemeinschaften. Das Studium besteht nicht nur, sogar eher selten, in selbstgesuchten Themen, sondern zu einem großen Teil in der Aneignung von systematischem Wissen und überlieferten Wissensbeständen, die in vielen Fällen individuelles Lernen verlangt. Lernszenarien müssen deshalb für unterschiedliche Formen des Lernens geplant werden.

Es sei denn, es handelt sich um die WissenschaftlerInnen-Gemeinschaften. John Seely Brown predigt ja immer das “learning to be” - Wissenschaftler 2.0, macht Eure Arbeit öffentlich und nehmt eure StudentInnEn - auch wenn es für beide Seiten mal ein wenig unbequem ist - mit auf eure Forschungsreisen.

9. Web 2.0-Methoden eignen sich nicht zum Lernen für alle Arten des Wissens. Sie wurden für das Informations- und Kommunikationsmanagment optimiert und eignen sich daher speziell für Bereiche der Wissenschaft, in denen die Kommunikation über Wissen eine bedeutende Rolle spielt wie in den Diskursen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, in der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten und erkenntnistheoretischen Normen. Nicht ohne Grund sind Mathematik, Logik und die Naturwissenschaften im Web 2.0 nicht oder nur mit ihren epistemologischen Aspekten und sozialwissenschaftlichen Kontexten präsent.

Naja, MINT also einfach als bestmögliche Vermittlung? Ich glaube, für viele Mathegeschädigten wäre es sehr erhellend, Mathematik als kollaborativen, diskursiven Problemlöseprozess zu erleben und nicht als “Quod erat demonstrandum” an der Tafel.

10. Web 2.0-Methoden können hervorragend in Studienphasen eingesetzt werden, in denen Lernen unter der Bedingung der freiwilligen Partizipation stattfindet und in denen es eine Bewertung und Notengebung nicht gibt, denn Erfahrungen (Richardson 2004; Downes 2004; Reinmann 2008) mit Web 2.0-Methoden im Pflichtunterricht zeigen, dass sich die Leistungen der Teilnehmenden verändern, dass sich Lernen, so wie wir es erwarten, verflacht und nivelliert, sobald die Leistungen verpflichtend sind (Reinmann, Sporer & Vohle 2007). Lernprozesse in Bildungsinstitutionen können schon deshalb nicht im selben Maße Zufriedenheit bei den Benutzern hervorrufen wie selbstgewählte Aktivitäten, weil sie benotet werden (müssen). Möglicherweise sind Web 2.0-Methoden nur dann für das formale Lernen in institutionellen Kontexten adaptierbar, sofern es nicht um Prüfungen und Benotung von Leistungen geht.

Absolut - gilt aber für alle Formen eher selbstorganisierten Lernens. Mit der Umstellung auf kompetenzorientierte Curricula könnten wir natürlich auch das Erreichensprinzip einführen - man zeigt, das man etwas kann. Dazu schaut man sich einfach mal einen typischen Blog dazu an (Doug McCune).

11. Wir brauchen Lernphasen, in denen um des Lernens willen gelernt werden kann und in denen keine Bewertung stattfindet. Und wir brauchen andere Lernphasen, in denen die Hochschule ihrer Aufgabe der Bewertung und Selektion der Studierenden nachkommen kann und in denen es auf die Notenvergabe ankommt, es sei denn, wir wollten das „Assessment“ den Arbeitgebern überlassen.

Das spricht mir aus dem Herzen. Im momentan BA/MA-Creditwahn allerdings vollkommen untergehend!

12. Die von manchen gehegte Erwartung, dass alle mitmachen werden, kann nur enttäuscht werden. Die Gruppe proaktiver Nutzer wird einen gewissen Anteil nicht übersteigen, weil eine Selbstorganisation nicht jedem jederzeit möglich ist (Reinmann 2008). Diese Aussage sollte man aber nicht als eine pessimistische Einschätzung betrachten, denn es gibt genügend andere wichtige Fragen, Themen und Probleme der Welt, mit denen sich jeweils die einen und die anderen beschäftigen. Menschen machen unterschiedliche Erfahrungen, haben unterschiedliche Interessen und gehen sozial und politisch unterschiedliche Engagements ein. Die Diversität der Lernenden ist ein hohes Gut. Dem muss die akademische Lehre Rechnung tragen, denn nur so kann sie neoliberalen Tendenzen wirksam begegnen. Die größte Diversität ist aber immer noch die Ungleichheit der sozialen Schichten. Seit Pichts „Die deutsche Bildungskatastrophe“ (1964) wurden keine Fortschritte in der Integration von Kindern aus sozial schwächeren Schichten in die Bildung gemacht.

Im Kontext von formalen Lern-Lehr-Arrangements möchte ich dem widersprechen. Ich war in Forschungsprojekten beteiligt, in denen wir alle SchülerInnen im Kontext von Berufsschulunterricht selbstorganisiert lernen lassen (LINK). Freiwillig in ihrer Freizeit lernen - das ist was anderes. Aber da schauen wir vielleicht auch in die falsche Richtung - wir brauchen mehr qualitative Studien zur Mediennutzung Jugendlicher!

13. Nur wenn wir die Parteilichkeit der Bildung und des Mediengebrauchs achten, können wir der Ambivalenz der Mediennutzung entgehen, deren andere Seite durch den Einsatz als „neoliberales Führungsinstrument“ (Häcker 05.02.09, http://mms.uni-hamburg.de/blogs/epush/2009/02/05/vortrag-von- prof-dr-hacker/) für die Kompetenzentwicklung in der globalisierten Welt und deren Ausrichtung an Unternehmenszielen bestimmt wird, wie man der Literatur zur „Lernrevolution zum New Blended Learning mit Social Software“ (sic!) entnehmen kann (Erpenbeck/Sauter 2007; s.a. Kuhlmann/Sauter 2008).

Wichtig, sich nicht durch seine eigene Utopie eines Empowerment durch Web 2.0 täuschen zu lassen, wohin die Reise für auch hingehen kann. Freue mich auf Rolf Schulmeisters Plädoyer dazu auf dem Educamp in Hamburg.

14. Henry Jenkins (2006a) will die „early settlers and first inhabitants“ der eLearning-Szene nachdenklich machen: „These elite customers exert a disproportionate influence on media culture in part because advertisers and media producers are so eager to attract and hold their attention.“ Nutzer und Medienproduzenten würden sich gegenseitig bestätigen, und dann drehe sich alles nur um ihr Anliegen als das Wichtigste auf der Welt: „Right now, both are chasing their own tails.“ Beware!

Richtig, aber auch schön, dass sich mal jemand um unsere Anliegen kümmert. Super RTL macht das nicht! ;)

Nachlese #2: EduHack - Manöverkritik

4. Februar 2010

Thinker

Nun ist der 1. Bremer EduHack schon ein paar Wochen vorbei, Zeit genug, um mit etwas Abstand nochmal ordentlich über die gelungenen und nicht so gelungenen Aspekte zu reflektieren. Eine sehr schöne inhaltliche Zusammenfassung findet sich bei Helge (Teil 1, Teil 2), deshalb hier mehr Metareflektion. Zur Erinnerung: der EduHack sollte ein 3-Tages Code Sprint sein, an dem Studierende, WiMis, und alle Anderen an Software (und digitale Medien) für Bildungsprojekte basteln. Insgesamt hat es den Teilnehmenden großen Spaß gemacht. Was nehme ich mir nun für den 2. Bremer EduHack im Sommer nun vor, anders (und hoffentlich besser) zu machen?

Hier nun die große Verbesserungsliste:

  1. Mehr Vorbereitung der Teilnehmenden für den eigentlichen EduHack: drei Tage - auch wenn es von 10 Uhr morgens bis nachts um 1 Uhr geht - sind knapp für ein Software/Media-Projekt, wenn am Ende auf dem Demo-or-Die Battle was richtig Nettes rauskommen soll. Wünschenswert wäre also, dass die Teilnehmenden schon mit etwas konkreten Ideen und Skizzen in den EduHack kommen. Dazu bedarf es doch zwei oder drei Vortreffen.
  2. Software-Projekte ODER AUCH Media-Projekte: als etwas abschreckend hat sich (vielleicht auch der Name) der Fokus auf Software-Entwicklung herausgestellt. Dabei kann man z.B. mit Leveldesign für “Little Big Planet” nicht nur viel Spaß haben, sondern eben auch digitale Medien für Bildungszwecke ohne Programmierkenntnisse entwickeln. Für den nächsten EduHack wäre also z.B. die Erstellung einer “In einfachen Worten”-Präsentation (siehe die fabelhafte “Plain English”-Präsentations Serie) z.B. zum Thema Twittern in der Schule ein klasse Projekt. Also, der nächste EduHack wird sowohl Software als auch Media Produktion beinhalten.
  3. Mehr Gruppen: wir waren ja nicht so viele (maximal 12), und gerade die Cracks waren so wie ich auch häufig stark auf ihre Projekte fokussiert. Kann man auch nicht verdenken, das ist ja auch ein Grund zur Teilnahme. Wie kann man nun doch mehr zum Austausch beitragen und als Dozent nicht sein eigenes Projekt komplett aufgeben? Ich denke, es wäre sehr gut für das gegenseitige Lernen und Lehren, gemeinsam in Projektgruppen zu arbeiten. Das erzeugt natürlich auch ziemlich viel Abstimmungsaufwand, entspricht aber im Endeffekt dem Arbeiten in der Praxis später mehr und fördert Lernen durch Lehren. Für den nächsten EduHack werde ich also versuchen, doch etwas mehr Gruppenbildung zu befördern. Ggf. ist ja auch die Idee der “Rockstar-Programmers” (dazu Tipps, Kritik 1 und Kritik 2), um beide Seiten etwas davon haben zu lassen: die Anfänger können etwas von den Fortgeschrittenen lernen; die Fortgeschrittenen lernen, ein Team intrinsisch anzuleiten (sic!).
  4. Passend dazu: vielleicht doch ein Thema/Motto vorgeben. Erlaubt ist weiterhin, was gefällt und zu Education im weiteren Sinne passt. Aber für alle, die nicht ein völlig drängendes Projekt haben, könnte ein Motto oder Thema eine gemeinsame Klammer bieten, über die sich dann auch wieder Gespräche und Austausch ergeben - bis hin zu einem zünftigen Präsentationsbattle am Ende. So ein Thema könnte z.B. für den nächsten EduHack “Personal Learning Environments” sein (Thomas und ich bieten eine eGS Veranstaltung dazu im SoSe 2010 an) oder auch Lernen mit Online Video (neues BMBF Projekt). Da wäre einfach spannend zu sehen, wie Personen Themen variieren.
  5. Verteilte EduHacks und Anbindung z.B. an ein BarCamp: einige Personen haben unseren EduHack ja im Netz verfolgt und uns ein wenig angefeuert! Vielen Dank! Toll wäre es, wenn wir vielleicht an ein paar anderen Unis auch noch EduHacks hätten - parallel oder in einer Reihe. Ggf. könnte man auch einen EduHack als Vorlauf zu einem EduCamp machen und dann auch dem EduCamp etwas vorstellen - bzw. wahrscheinlich besser anders herum - auf dem EduCamp Ideen sammeln und Prototypen erstellen, und die dann anschließend auf einem EduHack umsetzen.

Nachlese #1: 1. Bremer EduHack

12. Januar 2010

Wir hatten am Wochenende wirklich grandiosen Spaß beim 1. Bremer EduHack. Die Veranstaltung wurde gut (auch per Video) dokumentiert, so dass ich hier in den nächsten Wochen noch ein paar Nachlesen und vor allem auch eine Reflektion zu dem Veranstaltungsformat schreiben werde.

Am Sonntag abend war dann “Demo or Die” Abschluss, und fasst alle Gruppen haben ihre Projekte vorgestellt. Das reichte dann von einem Little Big Planet Level zum Periodensystem auf der PS 3 über diverse Projekte mit Firefox Jetpack, Ruby, R, LaTeX, WordPress µ bis hin zu einem Musiklernprogramm mit SynthEdit. Da gab es dann auch ein paar kleine Preise für die Teilnehmer. Helge hat auf seinem Blog schon ein paar Impressionen, hier noch ein paar Fotos.

Helge und ich haben dann anschließend auch noch unsere EduHacks vorgestellt, hier mein Arbeitsergebnis von ca. 36h EduHack:

I believe You can fly - Infos zu den EduHack Projekten

3. Januar 2010
I believe You can fly

Wer hat Lust, fliegen zu lernen?

So, nächstes Wochenende geht es ab Freitag (8. Januar 2009) mit dem 1. Bremer EduHack los (weitere Infos auch hier).

Next weekend the EduHack is going to start

Wir treffen uns / We meet at

10:00 Uhr im GW2, Raum A4100 (4. Stock)

Wie versprochen hier noch einige der Challenges (Projektideen) sowie angemeldete Projekte für den EduHack:

These are the challenges I am suggesting and also some projects I already know will be happening:

  • DataGotchi-Varianten: ein DataGotchi ist ein Programm oder ein Device zum Festhalten von Erlebensprozessen (hier mehr Info, Artikel zum Download) - ein mobiles Datenerfassungsgerät. Mehr Ideen dazu hier.
    DataGotchi ist a mobile experience sampling device (more info, article) - a mobile data acquisition device. even more ideas.

    I am going to implement an iPhone DataGotchi. Feel free to join my group (e.g. to implement a server backend to provide real time feedback for teachers). I am strongly looking for people to create a World of Warcraft DataGotchi AddOn! I can also provide a JazzMutant Lemur to create a more expressive DataGotchi:

  • PS3 & Little Big Planet: $50.000 Challenge As you can read on DML Competetition website, you can design an educational Little Big Planet stage to win real money. This challenge will try to create a winning entry over the weekend… . Deadline for entries is in ten days. I will provide a PS3 and the Little Big Planet game. There is already one student who is working on this project - please feel free to join!
  • Adobe Flex and Air E-Assessment extravaganza We have a team of two master students and a ph.d. student working on a rich E-Assessment Item framework in Adobe Flex framework and a fitting editor for creating items with this framework running on Adobe AIR. So if you want to get into the future of richt internet applications (RIA), feel free to join the team (Fadel, Amer, and Ilka. Kai is involveld, too.)!
  • Digital story telling How to use Web 2.0 to support digital story telling. Sunthar will do a tour de force of telling our EduHack story mashing digital 2.0 technology and the art of story telling. Have fun and join him to tell a story.
  • Educasting and social blogging workout Thomas and hopefully Oliver will lead a joint effort to pimp up the new Uni Bremen blogfarm running BuddyPress to support the new e-General Study program starting Summer 2010. If you like blogging or are interested in creating Educast content, join this team. Thomas is a renowned edu blogger and influential tweeter. Oliver is a tech maven from ZMML, running a lot of its’ services.
  • DiagnosticaR Mark will be mashing R, Sweave/LaTeX and probably some web framework to create an educational diagnostic tool for one of our BMBF projects. People are doing an online test and get a simple report about their performance. Teachers and advisors then can get a detailed report. It would be great to have someone interested in web frameworks (Rails, Tornado, you name it) to join the project for the weekend to build the webface.
  • Your project Do you have your own three day software project to implement some educational software? Bring some friends and let’s have fun…

PS: jetzt gibt es auch noch einen Infoflyer

Eduhack Flyer 8.-10. January 2010

Stellenausschreibung Video Online-Communities

15. Dezember 2009

You and What Army from Thomas Hawk on Flickr
Bildquelle: Thomas Hawk auf Flickr

Hier vorab schon mal eine Stellenausschreibung:

An der Universität Bremen im Fachbereich 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften sind im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes unter der Leitung von Prof. Dr. Karsten D. Wolf unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe für 3 Jahre zwei Stellen zu besetzen:

  • eine ganze Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter (Entgeltgruppe TV-L 14) als Post-Doc Stelle.
  • eine halbe Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter (Entgeltgruppe TV-L 13) mit der Möglichkeit zur Promotion.

Im Kontext des Teilprojektes Medien- und berufspädagogische Begleitforschung und Verbundkoordination in einem Verbundprojekt (Pressemitteilung geht Mitte Januar raus) geht es um den Aufbau und die Etablierung einer innovativen Video- und Community-Plattform für Jugendliche in der Berufsorientierung, Auszubildende (voll-schulisch und dual), junge Berufstätige und Arbeitssuchende. Auf der Plattform stellen Jugendliche ihre eigene (handwerkliche) Performanz zur Schau, lernen voneinander und belegen mittels videobasierte Portfolios ihre beruflichen Kompetenzen. Mehr Informationen erhalten sie direkt bei Prof. Karsten D. Wolf (wolf at uni-bremen.de).

Stelle 1: Verbundkoordination und Community-Forschung (1,0 TV-L 14)

Aufgaben:
Verbundkoordination

  • Abstimmung der Teilprojekte und Terminkoordination
  • Koordination der Kommunikation mit dem Projektträger
  • Forschungsmethodologische Beratung und Koordination zur gemeinsamen Nutzung von Daten zwischen den Projekten
  • Koordination des Berichtswesens und der Publikationen
  • Koordination von Transfermaßnahmen
  • Organisation des Hostings
  • Vergabe und Koordination der außerschulischen Projektparter

Communityforschung

  • Analyse und Gestaltung von Mechanismen zum Community-Building
  • Analyse und Modellierung von Vernetzungsprozessen in Online-Communities
  • Einbindung von Communities in institutionalisierte formale Bildungsprozesse
  • Eigene Forschungsfragen zu Online Communities

Anforderungen:

  • Sehr guter Studienabschluss sowie ggf. Promotion, bevorzugt in Erziehungswissenschaften, Psychologie, Wirtschaftspsychologie, Medienwissenschaften oder Mediensoziologie.
  • Sehr gute Kenntnisse der Web 2.0 – Landschaft.
  • Sehr gute Kenntnisse in empirischen Forschungsmethoden, insbesondere in der Netzwerkanalyse.
  • Erfahrungen in der administrativen Begleitung von drittmittelgeförderten Projekten.
  • Koordinationserfahrung in interdisziplinären Projekten.

Stelle 2: Medienpädagogik und -didaktik (0,5 TV-L 13)

Aufgaben:

  • Analyse der Didaktik des Lernens mit Video am Modell, durch Reflektion sowie durch Lehren
  • Betreuung der medienpädagogischen Arbeit von Projektpartnern der außerschulischen Jugendbildung
  • Koordination der Entwicklung mediendidaktischer Workshops und medienpädagogischer Interventionen
  • Evaluation der Workshops
  • Erhebung der Lernerfolge
  • Analyse der Wirksamkeit medienpädagogischer Interventionen und Integrationsmaßnahmen am Beispiel Cyberbullying, Gender Mainstreaming und Digital Divide.

Anforderungen:

  • Sehr guter Studienabschluss, bevorzugt in Erziehungswissenschaften oder Psychologie.
  • Sehr gute Kenntnisse der Web 2.0 – Landschaft.
  • Gute Kennntnisse in empirischen Forschungsmethoden.
  • Gute Kenntnisse mediendidaktischer Fragestellungen, insbesondere Lernen mit Videos.
  • Gute Kenntnisse medienpädagogischer Fragestellungen, insbesondere im Kontext von Cyber Bullying, Digital Divide, Medienliteralität oder Gender Mainstreaming.

Die Universität Bremen beabsichtigt, den Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben.
Schwerbehinderten Bewerberinnen / Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben.

Bewerbungen mit einem aussagekräftigen Curriculum Vitae ggf. Publikationsliste und Zeugnissen über abgelegte Prüfungen sind unter Angabe des Betreffs „Video Online Community – Arbeitsgruppe Wolf“ elektronisch per Email an wolf at uni-bremen.de zu senden.

Infoveranstaltung zum 1. Bremer EduHack

9. Dezember 2009

Am Donnerstag, den 17. Dezember findet die Infoveranstaltung zum 1. Bremer EduHack statt. Hier schon mal der Flyer zur Veranstaltung – falls Ihr zur Infoveranstaltung nicht könnt, meldet Euch bitte per Email.

Sprechstunde Mittwochs 16:15 - 17:30 Uhr

21. Oktober 2009

Liebe Studierende,
in Anpassung an meinen Stundenplan findet meine Sprechstunde dieses Semester von
Mittwochs von 16:15 bis 17:30 Uhr statt.

Für Unterschriften erreichen sie mich darüber hinaus Dienstags 16:00 - 16:15 und Donnerstags von 16:15 - 16:30 Uhr.

Besprechungen für BA/MA/Examens-Arbeiten sowie mündliche Prüfengen nach Email-Absprache.